IGS Nordend Frankfurt

Stand 2017/18

 

Was leitet uns in unserer Arbeit?

Die Persönlichkeit jedes Kindes zu stärken, seine Individualität anzuerkennen und zu fördern und es zu einem gemeinschaftlich denkenden und handelnden Menschen zu erziehen, hat für uns Priorität. 

  • Wir begegnen allen Schülerinnen und Schülern und Eltern mit Wertschätzung und sorgen dafür, dass eine Atmosphäre entsteht, die geprägt ist von gegenseitigem Respekt und der Akzeptanz und der bewussten Annahme der Unterschiede.
  • Wir verpflichten uns, Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Begabungen gemeinsam zu fördern.
  • Unser Ziel ist es, allen SchülerInnen am Ende ihrer Schulzeit einen für sich passenden Abschluss an einer weiterführenden Schule oder die Arbeitswelt zu ermöglichen.
  • Wir gehen von der Idee lebenslangen Lernens aus und wollen uns selbst immer wieder als Lernende erfahren. In diesem Sinne wollen wir unsere Schule ständig weiterentwickeln. 

Wie arbeiten wir in der Schulgemeinde zusammen?

                Das oberste Prinzip: Wir sind eine Teamschule.

  • Jedes Team besteht in der Regel aus 8 LehrerInnen, oft zwei IntegrationshelferInnen und einem/r LehramtsanwärterIn in einer multiprofessionellen Zusammensetzung. Diese Personen sind weitestgehend in ihrem Team tätig.
  • Jede Klasse hat eine Klassenlehrerin und einen Klassenlehrer.
  • Jedes Team wählt eine Person als Teamsprecher, die  sich einmal wöchentlich mit den anderen TeamsprecherIn bzw. Teamsprecherinnen trifft und sich ebenfalls mit der Schulleitung austauscht.
  • Jeden Mittwoch von 14.45 - ca. 17.00 Uhr findet eine Teamsitzung statt. Hier werden organisatorische Aspekte, aktuelle Probleme und pädagogische Entwicklungen besprochen.
  • Alle Teams haben in der Regel Supervision.
  • In allen Arbeitsgruppen (SEB, Schulentwicklungsgruppe, Gesamtkonferenzen etc.) gibt es das Ritual „Berichte aus den Teams“ zu Beginn. Dies dient der Transparenz bezüglich der Themen der anderen Jahrgänge.
  • Die Förderschulllehrkräfte treffen sich wöchentlich in einer Förderpädagogikkonferenz zur Koordination und inhaltlichen Weiterentwicklung. 
  • Die Eltern und SchülerInnenvertretung sind über die Gremien, aber auch im direkten Kontakt, an der Unterrichtsentwicklung beteiligt.

Wie gestalten wir die Zusammenarbeit mit schulischen und regionalen Partnern? 

     Elternmitarbeit: 

  • Es finden regelmäßig Teamelternabende der Elternbeiräte mit den Jahrgangsteams statt.
  • Der Schulelternbeirat (SEB) trifft sich 5-6mal jährlich und diskutiert immer auch pädagogische Entwicklungen der Schule.
  • Monatlich trifft sich der Förderverein.
  • Es besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen Schulleitung und SEB-Vorstand.
  • Jährlich findet ein Elternsprechtag statt. 
  • Es besteht eine enge Bindung zwischen Eltern und den Klassenlehrerinnenteams.
  • Zu Beginn des 2. Halbjahres und zum Ende des Schuljahres finden regelmäßig Beratungsgespräche statt.
  • In Einzelgesprächen beraten die Lehrkräfte die Eltern der einzelnen Kinder.

            Kooperation im Stadtteil: 

  • Alle Jugendliche im Jahrgang 8 nehmen in Zusammenarbeit mit dem Stadtteil AK am Projekt „Schwellen runter“ teil. Hier stellen sich die verschiedenen Beratungsstellen und Freizeiteinrichtungen des Stadtteils jährlich in der Schule vor (in Kooperation mit einer weiteren IGS) und werden dann von den SchülerInnen erkundet.
  • Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung Nantesbuch im KulturTagJahr: Zusammenarbeit mit bildenden Künstler*innen, der Dresden-Frankfurt-Dance- Company, dem Ensemble Modern, verschiedenen SchriftstellerInnen und Schauspielern u.a. des Schauspiels Frankfurt. Alle SchülerInnen des Jahrgangs 8 arbeiten in diesem Projekt an einem Tag in der Woche an den Inhalten Tanz, Musik, bildende Kunst und kreatives Schreiben.

                Weitere Kooperationspartner: 

-              VAE: Verein Arbeits- und Erziehungshilfe e.V.

-              CeBeeF: Club Behinderter und ihre Freunde e.V.

-              Praunheimer Werkstätten

-              Caritas

-              English Theatre

-              Büro Aktiv

-              Freiwilligenagentur

-              TG Bornheim

-              Kinderschutzbund

 

Wie gestalten wir das gemeinsame Lernen im Unterricht? 

Es besteht ein intensiver Kontakt zu den Grundschulen. Die Klassen werden gezielt zusammengesetzt. Hierbei werden in aller Regel Gruppen und nicht Einzelkinder aufgenommen.

Zu Beginn des Jahrgangs 5 werden die Kompetenzen mit Eingangstest erfasst, an denen der Unterricht anknüpft.

           Ziele für den täglichen Unterricht: 

  • Die Lehrkräfte haben genaue Kenntnis über den Leistungsstand der Kinder.
  • Der Unterricht wird differenziert und individualisiert gestaltet. Die Anforderungen und ihre Arbeitsmaterialien werden dem Schüler/ der Schülerin und der jeweiligen Lernstufe angepasst. Methodenvielfalt von offenen Unterrichtsformen bis hin zu gelenktem Unterricht ist hierbei nötig.
  • Selbstständige und eigenverantwortliche Lernprozesse werden initiiert. Als wesentlicher Bestandteil wirkt hier das selbstorganisierte Lernen (SOL).
  • Alle Schüler*innen erreichen einen Schulabschluss oder die Zugangsberechtigung für eine weiterführende Schule.
  • Die Schüler*innen entwickeln eigene Interessen, gehen diesen in einem Lernprozess selbstorganisiert nach und können ihre Ergebnisse anderen präsentieren.
  • Über demokratische Mitwirkungsmöglichkeiten (Morgenkreis, Klassenrat, SV) sollen die Schüler*innen zu gesellschaftlicher Teilhabe geführt werden.
  • Das Prinzip "Lernen durch Lehren" wird häufig angewendet und führt zu einem schülerorientierten Unterstützungssystem.

Selbstorgansiertes Lernen (SOL): 

  • findet in allen Jahrgangsstufen verbindlich mindestens 4 Stunden in der Woche statt.
  • Die Lehrperson ist Lernbegleiter und hat viel Zeit für den  einzelnen Lernenden.
  • Tempo und Inhalt können individuell ausgewählt werden.
  • Während des SOL-Unterrichts sind im Jahrgang alle Türen offen. Die Schüler*innen können sich den Arbeitsort frei wählen (Flur, Treppenhaus, Klassenzimmer).
  • Anfang sowie Ende sind immer ritualisiert (Login: Blick auf die anstehende Woche und Planung – Logout: Präsentation einzelner Wochenergebnisse).
  • Über die Führung eines Logbuches wird die Arbeit dokumentiert und reflektiert.

Rhythmisierung: 

  • Vor der ersten Stunde gibt es einen offenen Anfang (7.45 Uhr – 8.30 Uhr). An jedem Tag der Woche wird hier den Schüler*innen eine freiwillige Lernzeit angeboten. Hierbei können sie sich bei Hausaufgaben und Lernprozessen unterstützen lassen. Gleichzeitig gibt es auch eine ganze Reihe verschiedener offener, kreativer Angebote (z.B. Musik, Bewegung etc.).
  • In der einstündigen Mittagspause können die Kinder neben bzw. nach dem Mittagessen unter verschiedenen offenen Angeboten wählen oder den angrenzenden Park aufsuchen.
  • Der Unterricht findet fast immer in 90min-Blöcken statt.
  • Nach der 6. Stunde um 14.30 Uhr werden täglich unterschiedliche Arbeitsgemeinschaften angeboten.
  • In allen Jahrgängen gibt es jeweils einen Projekttag.

 

Feedbackkultur: 

Statt Noten im Arbeits- und Sozialverhalten erhalten die Schüler*innen zweimal im Jahr eine ausführliche, schriftliche Rückmeldung zu diesen Bereichen.

 

Wie sind wir ausgestattet? 

  • Insgesamt besuchen gut 600 Schülerinnen und Schüler die Schule von Jahrgangsstufe 5–10.
  • Die Schule ist als Teamschule aufgebaut: Auf jedem Stockwerk ist ein Jahrgang mit Teamraum und zwei Differenzierungsräumen. Pro Jahrgang gibt es gut 100 Kinder und Jugendliche auf vier Klassen verteilt. 
  • Jede Klasse hat zwei Klassenlehrer*innen (in der Regel Mann und Frau).
  • Die Schule ist barrierefrei (Rampen, Aufzüge).
  • An der Schule unterrichten rund 65 Lehrkräfte, davon 13 Förderschullehrer*innen.
  • Es gibt „Jugendhilfe in der Schule“, die von 2 Personen der Caritas als Träger durchgeführt wird.
  • Für die Schüler*innen mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung besteht ein Therapieangebot der VAE im Haus: Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie.
  • Eine Schülerbibliothek ist vorhanden und von 10.00-14.30 Uhr geöffnet.

 

 Der Ganztag ist rhythmisiert:

07.45 – 08.30 Uhr Offener Anfang mit vielfältigen Angeboten

08.30 – 12.00 Uhr Unterricht (1.-4. Stunde)

10.00 – 10.30 Uhr halbstündige Pause

12.00 – 13.00 Uhr Pause mit Möglichkeit zum gemeinsamen Mittagessen und vielfältigen Angeboten

13.00 – 14.30 Uhr Unterricht (5./6. Stunde)

15.00 – 16.30 Uhr freiwillige AG-Angebote

 

Es gibt eine Mensa in der täglich frisch gekocht wird. Die Mittagspause darf im anliegenden Park verbracht werden.

 

  • Jede Woche finden Jahrgangsteamkonferenzen statt - jede zweite Woche zusätzlich Fachkonferenzen. Gesamtkonferenzen finden ca. 4-mal jährlich statt, die oft einen pädagogischen Schwerpunkt behandeln. Außerdem gibt es regelmäßige fachliche Impulse von außen, die ausführlich in der Schulgemeinde diskutiert werden.
  • Alle Teams nehmen regelmäßig an Supervision teil.
  • Das "pädagogische Laboratorium" PädLab entwickelt kreative Ideen für die schulische Weiterentwicklung und initiiert den Einstieg in deren Umsetzung.

Die Schulentwicklung findet in Gruppen statt, die sich in der Regel aus einer Lehrkraft  aus jedem Jahrgang zusammensetzen.

 

Wie setzen wir Ressourcen ein? 

  • Die Jahrgänge, in denen in der Regel gut 100 Kinder und davon 12-13 Schüler*innen mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung unterrichtet werden, sind organisatorisch in zwei Verbünde unterteilt. Diese Verbünde haben eine fest geplante sonderpädagogische Doppelabdeckung und 8 Stunden, die flexibel eingesetzt werden. Dabei ist der Unterricht in Mathematik und Englisch auf Band gelegt.
  • Die Jahrgangsteams erstellen ihre Stundenpläne selbstständig, nach vorheriger Absprache der Deputate mit der Schulleitung.
  • Aufgabe der Schulleitung ist es, die Jahrgänge in ihrer pädagogischen Entwicklung zu unterstützen.

Die offene Ganztagsschule nach Profil 2 ermöglicht einen flexibleren Einsatz der   sonderpädagogischen Stunden für exklusive Angebote für Schüler*innen mit Anspruch. Innerhalb der Lehrer*innenzuweisung für den Bereich Ganztagsschule wurde eine Stelle in Geld umgewandelt, mit der auch externe KursleiterInnen bezahlt werden können.

Wie erfolgreich sind unsere Schülerinnen und Schüler? 

  • Rund 75-85% aller Schüler*innen wechseln in die gymnasiale Oberstufe bzw. Fachoberschule und erreichen dort in der Regel ihren Abschluss.
  • Knapp 20% aller Schüler*innen schließt mit dem Realschulabschluss ab.
  • Knapp 10 % aller SchülerInnen verlassen die Schule mit einem Hauptschulabschluss.
  • Von den SchülerInnen mit Anspruch auf sonderpädagogischen Förderbedarf Lernen, erreichte in der Vergangenheit rund die Hälfte einen Hauptschulabschluss. 
  • Es werden alle SchülerInnen immer in die nächste Klassenstufe versetzt. Bei deutlichen Schwierigkeiten werden individuelle Fördermöglichkeiten entwickelt. 

Welche Angebote machen wir interessierten Kolleginnen und Kollegen? 

  • Hospitationsmöglichkeit für Steuergruppen und Kollegien anderer Schulen
  • Wir können zu Pädagogischen Tagen anderer Schulen eingeladen werden, um Aspekte unseres (inklusiven) Schulkonzepts vorzustellen.
  • Einzelberatung für andere Schulen
  • Halbjährliche Informationsveranstaltung für eine Gruppe Referendare des Offenbacher Studienseminars zum Thema Teamschule und Inklusion
  • Öffentliche Veranstaltungsreihe zu bildungspolitischen und kulturellen Themen
  • Gäste sind herzlich willkommen. Näheres auf der Homepage unter „Kontakt“.